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Soziale Medien

Sind Facebook & Co. nur Zeitverschwendung?

Seit seit längerer Zeit beobachte ich einen Interessenschwund. Noch vor Jahren sprach alle Welt von Facebook, täglich erreichen mich Werbebotschaften, wie toll und wirkungsvoll Facebook im Rahmen meiner Internetaktivitäten sei – und dass ich damit den Umsatz deutlich erhöhen könnte. Schließlich hatte ich zum wiederholten Mal einen Versuch gestartet. Diesmal wollte ich es „richtiger“ machen. Vielleicht waren die ersten Versuche einfach nur stümperhaft...

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Nach vielen Stunden Beschäftigung mit meiner Facebook-Seite, auf der Berichte über allerlei Interessantes im Schwarzwald veröffentlicht wurden, kam die Ernüchterung: Außer etlichen Infos, dass irgend jemand mit mir Freundschaft schließen und er oder sie ein neues Profilfoto gepostet habe: nichts! Gar nichts. Jedenfalls nichts, was mir auf irgendeine Weise wirklich genützt hätte. So kam es, wie es kommen musste: Kurzerhand wurde die Facebook-Seite geschlossen. Und niemand hat’s gemerkt.

Dabei hatte ich mich zuvor intensiv über Facebook und den angeblichen Nutzen informiert. Einen richtigen Nutzen konnte mir niemand belegen, dafür las ich etliche Frustbeiträge, das Netzwerk sei die reinste Zeitverschwendung und bringe ansonsten nichts. Sicher, Facebook ist immer noch beliebt. Allerdings eher beim Austausch persönlicher Mitteilungen oder wenn es darum geht, sich über das Hobby oder Privates auszutauschen („Ich habe ein neues Mehrschweinchen. Wie findet ihr es?“). Mal ehrlich: Wer tauscht sich auf Facebook über den Tourismus aus? Dazu gibt es andere Netzwerke.

Gewiss, die Facebook-Befürworter argumentieren ihre Aktivitäten mit Kundenbindung. Aber mal ehrlich: Die beste Kundenbindung ist immer noch der persönlich Kontakt. Und der kann beispielsweise eine ganz persönliche E-Mail als Antwort auf eine Anregung oder die netten Grüße sein.

Nun bekam ich einen Bericht des „Instituts für Jugendkulturforschung“ in die Finger, der sich mit meinen eigenen Erfahrungen deckt. Die repräsentative Umfrage bezieht sich zwar auf den Jugend-Internet-Monitor 2017 in Österreich, doch zum Verhalten in Deutschland dürfte es kaum Unterschiede geben. Demnach rangiert Facebook nur noch auf dem fünften Platz in der Beliebtheit der Sozialen Medien. Marktführer ist nun WhatsApp (93 %) -1 % vor YouToube (90 %) +3 % und Instagram (68 %) +13 %, Snapchat (65 %) +13 % und Facebook (48 %) -21 %.

  • WhatsApp: Die Messenger-App zum Versenden von Nachrichten, Videos und Bildern und zum Telefonieren. Auf Platz eins.
  • YouTube: Über eine Milliarde Stunden Videomaterial pro Tag werden weltweit auf Youtube angesehen. Es ist eine der beliebtesten Suchmaschinen unter Jugendlichen.
  • Instagram: Bilder werden immer wichtiger. Instagram ist die größte Plattform zum Teilen von Fotos und Videos und eignet sich bestens für touristische Themen.
  • Snapchat: Foto-Sharing-App, mit der Bilder mit Ablaufdatum gepostet weden können. Für touristische Betriebe nicht zu empfehlen.
  • Facebook: Das größte Soziale Netzwerk der Welt hat mittlerweile 1,86 Milliarden aktive Nutzer. Für junge Leute nur als Nachrichtenkanal interessant.
  • Twitter: Ich selbst nutze diesen Dienst nur deshalb, weil ich über ihn Kurznachrichten auch vom Smartphone aus direkt auf die WebSites posten kann, während die Zahl der Follower eher bescheiden ist. Die Kurznachrichten lassen sich in die Homepage integrieren. Darum ist dieser Dienst interessant für touristische Themen.

Nicht mehr fortsetzen werde ich übrigens Google-Blog. Vor einiger Zeit hat Google sang- und klanglos seinen unrentablen Dienst Google+ eingestellt. Wer ihn nutzte, verlor alle Beiträge – Texte und Bilder. Um das zu verhindern, habe ich das Schwarzwald.blog ins Leben gerufen. Hier kann ich posten, was ich will und brauche nicht zu befürchten, dass irgend jemand das Blog löscht.